Sonntag, 17. April 2011

Mythos Mittelalter - Redschi auf Templerspur

Ein Besuch in der kleinen schönen Stadt Tomar im Zentrum Portugals erzählt viel von der Geschichte der Templer in Portugal.Bildquelle: http://www.esys.org (Europäisches Segel-Informationssystem)
Dabei ist der Ritterorden allgegenwärtig. Auf den Segeln der Karavellen der portugiesischen Seefahrer unter Vasco da Gama prangte bereits das Tatzenkreutz, das Symbol der Templer. Warum soll aber gerade so ein kleines Land am Rande Europas so wichtig für den Ritterbund gewesen sein?
Dom Afonso Henriques schenkte den Rittern für ihre Beteiligung an der Rückeroberung der iberischen Halbinsel von den Mauren die Stadt Fonte Arcada und die Burg Soure mit deren Ländereien. 1160 gründeten die Templer in diesem Gebiet die Stadt Tomar und bauten eine Burg mit Konvent, die von da an Hauptsitz des Bunds in Portugal war.
Der Marktplatz von Tomar über dem die Templerburg thront.
Auf dem Weg in die Burg...

Brunnen in Form eines Tatzenkreuz im Innenhof des Klosters.
Charola - die Rundkirche im inneren des Konvents ist angelehnt an die Grabeskirche in Jerusalem. Ihre Form ermöglichte den Rittern an der Messe teilzunehmen, ohne vom Pferd abzusteigen.
Die Kirche birgt Wandmalereien von Manuel I., Hofmaler Portugals im 15./16. Jahrhundert (zum manuelitischen Stil mehr in kommenden Posts).



Speisesaal
ReisebegleitungPhilipp IV. von Frankreich verhaftet 1307 die Templer in seinem Land und fordert die anderen Herrscher Europs auf, gleiches zu tun. Unterstützt von Papst Clemens V. wird in den Folgejahren versucht die Templer zu verurteilen. Anklagepunkte sind Ketzerei und Sodomie. Die Aussicht auf den Besitz des Templerordens spielt dabei keine unwesentliche Rolle. 1312 wird der Templerorden offiziell aufgelöst. Sein Besitz fällt nicht an die Kirche, sondern wird 1319 dem neu gegründeten portugiesischen Christusorden übertragen. 1983 wird das Convento de Cristo zum Unesco Weltkulturerbe erklärt.

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