Samstag, 21. Januar 2012

Von Königen, Kunst und "K"ontainern...

Nach 2,5 Jahren Lissabon habe ich nun endlich den Palácio Nacional da Ajuda besucht und war richtig begeistert. Der Palast war zwischen 1761 und 1910 Wohnsitz der portugiesischen Königsfamilie und somit auch deren letzte Residenz in Portugal. Für seine teils sehr opulente Ausstattung war vorwiegend Maria Pia von Savoyen (1847 - 1911) Königin von Portugal verantwortlich.
...und so sah sie aus. Maria Pia war Prinzessin von Italien und wurde nach der Heirat mit Ludwig I. aus dem Hause Sachsen-Coburg und Gotha portugiesische Königin. Der Palast spiegelt ihren extravaganten Lebensstil hinsichtlich Dekoration und Mode wieder. Oft deswegen von Ministern und der Presse kritisiert, entgegnete die stolze Italienerin: "Quem quer rainhas, paga-as!" - "Wer Königinnen will, bezahlt sie!"
Bevor ich mit der ein oder anderen Kuriosität aus dem Palast aufwarte, hier zunächst einmal eines der traditionellen Zimmer, das mir gut gefallen hat: der Wartesaal für die Diplomaten.
Ebenfalls sehr schön: der Abendessenssaal.Pass ich da wohl hinein?Auch wenn die untenstehende Uhr wenig kurios aussieht, ist doch die Zahl der im Palast ausgestellten Uhren mehr als beeindruckend. In 32 der Öffentlichkeit zugänglichen Sälen ticken ca. 80 Uhren.
Im Wintergarten, der für Abendveranstaltungen und Kindergeburtstagsfeiern im Palast genutzt wurde, findet man diesen doch ungewöhnlichen Vogelkäfig, der in der Zeit der Monarchie tropischen Vögeln ein zuHAUSe bot.
Der vielleicht verrückteste Raum ist meiner Meinung nach der Rosa-Salon oder Salon Saxe: ein Raum, in dem jedes Möbelstück mit Meißner-Porzellan verziert ist.
Viele Dinge sind noch viel schöner, wenn der Betrachter den Standpunkt ändert. Das ist einer der unzähligen riesigen Kronleuchter aus dem Palast - von unten.
Auch der Torbogen der Palasteinfahrt hält so manche schöne Ansicht bereit...
Nach dem Palast habe ich noch das Museu do Chiado besucht. Aus der derzeitigen Wechselausstellung "Preisträger aus 30 Jahren AICA (Association Internationale des Critiques d'Art) Sektion Portugal" habe ich zwei Lieblinge abfotographieren können.
Malangatana: Última Ceia 1964 (Das letzte Abendmahl)
António Costa Pinheiro: Espaço - Poético - Natureza 1983 (Raum - Poesie - Natur)

Zuallerletzt noch Streetart: Auf dem Rückweg nach Hause habe ich 3 neue Kunst-Glascontainer entdeckt:
Azulejos
Horrorschwein?
Amália Rodrigues - Portugals große Fado-Sängerin.

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