Und was sollen die Italiener sagen, mit Silvio Berlusconi, der sein Jura-Studium zwar soweit bekannt - vollständig eigenmächtig - cum laude abschloss, mittlerweile allerdings fast jeden privaten Schritt sub omni canone setzt?
Ja, ist Deutschland jetzt etwa auf den Weg zu einem Politskandal, der Südeuropa-würdig ist?
Das die Universität Bayreuth bei ihren Untersuchungen im Zwiespalt ist, ihren eigenen Ruf verteidigen zu müssen, wurde ja nun hinlänglich erkannt. Das kann jetzt von der Presse peinlichst genau überwacht werden. Aber der Ausdruck "eine Sau durchs Dorf treiben" bekommt im Falle KTG eine ganz neue Ausprägung:
Denn immer mehr neue abgekupferte Stellen in Guttenbergs Skript zu finden, ist zum Hobby von Millionen BloggerInnen und TwittererInnen in Deutschland geworden und stündlich werden sie fündig.2
Natürlich sollte man wissen, wo man seine Anführungszeichen zu setzen hat, Herr "Dr." zu Guttenberg.3 Dennoch täte Deutschland meines Erachtens ein wenig südeuropäische Entspanntheit gut, um nach abgeschlossener Analyse - ganz deutsch - den Fall zu Guttenberg klar zu entscheiden. Hart und ganz ohne Rumgeeier, aber auch ohne Hetzjagd!
Bis dahin - da Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg vorübergehend auf das Führen des Titels verzichtet, leihe ich ihn mir derweil aus und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Dr. Regina in Portugal1*
*dieser Text ist zu 37,4% ein Plagiat und wurde, neben geistiger Eigenleistung, zusammengestückelt aus
1www.alterfalter.de
2Der unbequeme Blog
3Hollarius@twitter
Hier noch eine kleine Erinnerung an bessere Tage (für uns hier in Portugal DER Wunschzustand!)
Quelle: Toonpool.com
Christian Unger, Hamburger Abendblatt: Wider die ernsten Vorwürfe: Für Guttenberg wird's tierisch ernst
AntwortenLöschen[...]Hamburg/Aachen. Philipp zu Guttenberg steht auf der Bühne des Aachener Karnevalvereins, das Haar glatt zurückgekämmt wie der Bruder, schwarzer Anzug mit Fliege, an seinem Hals baumelt der Orden "Wider den tierischen Ernst". Der gehört nicht ihm, sondern seinem Bruder Karl-Theodor. Er sei lediglich das Plagiat, sagte Philipp zu Guttenberg. Lachen im großen Saal des Aachener Eurogress. Dann der Tusch, bumm-tääää, bumm-tääää.